Anders als beim klassischen PKW, gilt es beim Fahren und Nutzen von Transportern und LKWs die ein oder andere Besonderheit zu beachten. Abgesehen von der jeweils notwendigen FĂŒhrerscheinklasse fĂŒr das Fahrzeug, gilt es z.B. das Ladegut ausreichend zu sichern und bei LKWs ggf. die Regularien der Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen Verkehr zu befolgen.

lkw fahrtipps

Mindestalter und FĂŒhrerschein fĂŒr die LKW-Miete

Das Mindestalter fĂŒr die Anmietung unser LKWs und Transporter liegt bei 21 Jahren.

Die notwendige FĂŒhrerscheinklasse richtet sich nach der zulĂ€ssigen Gesamtmasse des Fahrzeuges (abzulesen in der entsprechenden Fahrzeugkategorie unter Fahrzeuge). GrundsĂ€tzlich umfasst die höhere FĂŒhrerscheinklasse die Erlaubnis der jeweils kleineren Klassen.

FĂŒhrerscheinklasse B erlaubt das FĂŒhren aller Kraftfahrzeuge bis max. 3,5 to zulĂ€ssiger Gesamtmasse. Hiermit dĂŒrfen Sie unseren gesamten Transporterfuhrpark (L1-L4) und zudem natĂŒrlich auch unsere PKWs und Busse fĂŒhren.

Die Klasse C1 (oder alte FĂŒhrerscheinklasse 2 und 3) benötigen Sie fĂŒr Kraftfahrzeuge mit einer zulĂ€ssigen Gesamtmasse >3,5 to, <7,5 to, unsere Kategorie L5.
Zu beachten ist bei der Klasse C1, dass der Zeitpunkt des FĂŒhrerscheinerwerbs sich auf die zeitliche GĂŒltigkeitsdauer der Fahrerlaubnis wie folgt auswirkt:

  • Wurde der FĂŒhrerschein der Klasse C1 nach dem 01.01.1999 aber vor dem 28.12.2016 erworben, so ist die Fahrerlaubnis zunĂ€chst nur bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres gĂŒltig und kann dann durch den Nachweis bestimmter Ă€rztlicher Untersuchungen fĂŒr weitere 5 Jahre verlĂ€ngert werden.
  • Wurde der FĂŒhrerschein bereits vor dem 01.01.1999 erworben, so genießt die Fahrerlaubnis Bestandsschutz und die GĂŒltigkeit der Klasse C1 besteht unabhĂ€ngig einer etwaigen Altersgrenze weiter.

FĂŒr unsere L6 und L7 benötigen Sie die FĂŒhrerscheinklasse C (alte Klasse 2). Diese FĂŒhrerscheinklasse ist unabhĂ€ngig vom Alter des Inhabers immer lediglich 5 Jahre lang gĂŒltig und muss sodann im 5-jĂ€hrigen Turnus verlĂ€ngert werden.


Oft unterschÀtzt: Die Ladungssicherung bei Fahrten mit Transportern und LKWs

Das Thema Ladungssicherung wird durch alle Fahrzeugklassen hinweg, insbesondere bei privaten Fahrten, oft unterschÀtzt. Dies kann gefÀhrlich und teuer zugleich werden.
Ob im PKW, Transporter oder LKW, große, kleine, leichte oder schwere Ladung, sie muss ausreichend gesichert werden, damit die Insassen, die Ware und auch alle anderen Verkehrsteilnehmer ausreichend geschĂŒtzt sind. Dies hat der Gesetzgeber in § 22 der StVO festgehalten. Je nach Schwere des durch die OrdnungshĂŒter festgestellten Verstoßes, kann erstreckt sich das Strafmaß angefangen von einer ĂŒberschaubaren Geldstrafe, ĂŒber Punkte bis hin zur sofortigen Untersagung der Weiterfahrt.

ladungssicherung

Hier ein paar Tipps, wie Sie diesen drohenden Ärger leicht vermeiden können:

  • Achten Sie darauf, dass sich keine losen Teile im Fahrgastraum, sowie auf der LadeflĂ€che befinden. Bereits die kleinsten und leichtesten GegenstĂ€nde (z.B. ein Handy, Buch o.Ä.) können im Nu FliehkrĂ€fte vom bis zum 50-fachen Ihres Eigengewichts entfalten und sich hierdurch zu wahren Geschossen entwickeln.
  • Die Sicherungen mĂŒssen fĂŒr den normalen Fahrbetrieb erfolgen, hierzu gehören auch Vollbremsungen, starke Ausweichmanöver und schlechte Wegstrecken!
  • Achten Sie auf die maximale Zuladung des jeweiligen Fahrzeugs. Das zulĂ€ssige Gesamtgewicht darf nicht ĂŒberschritten werden! (Formel: Gesamtgewicht – Leergewicht = maximale Zuladung ). Hierbei ist auch auf die zulĂ€ssigen Achslasten zu achten, siehe Kfz-Schein.
  • Schwere GegenstĂ€nde gehören grundsĂ€tzlich nach unten auf Achshöhe, leichte nach oben.
  • Die Ladung sollte formschlĂŒssig an der Bordwand/Stirnwand/RĂŒckenlehne platziert werden.
  • Die Kombination aus Antirutschmatte, Formschluss nach vorn und Niederzurren sollte bei fester Ladung immer angestrebt werden. Falls aus GrĂŒnden der Lastverteilung ein Abstand zur Stirnwand entsteht, muss diese LĂŒcke ausgefĂŒllt werden. Dazu sind Leerpaletten oder Kanthölzer gut geeignet
  • Die Ladungssicherung ist den Besonderheiten des jeweiligen Ladegutes anzupassen. Handelt es sich um großflĂ€chige sperrige Teile wie z.B. Matratzen, SchrankwĂ€nden, können diese gut hochkant an den SeitenwĂ€nden verzurrt werden
  • Beim Transport von MotorrĂ€dern sollten zuvor alle FlĂŒssigkeiten (Benzin, Öl) abgelassen werden
  • Bei lĂ€ngeren Fahrten sollte die Ladung bzw. die Ladungssicherung zwischendurch ĂŒberprĂŒft werden. Spanngurte und Befestigungen können sich wĂ€hrende der Fahrt lösen, auch wenn sie zu Fahrtbeginn “bombenfest” angezogen wurden.

Praktisches Zubehör zur Ladungssicherung

Auf den meisten LadeflĂ€chen unserer Transporter und LKWs finden Sie praktische Ösen fĂŒr Zurrgurte auf dem Boden und an den SeitenwĂ€nden.

Gerne stellen wir Ihnen je nach VerfĂŒgbarkeit Zubehör wie z.B. Spanngurte oder Umzugsdecken oder Sperrstangen zur VerfĂŒgung, sprechen Sie uns einfach bei der Buchung darauf an, wir beraten Sie gerne.


Lenk- und Ruhezeiten im gewerblichen GĂŒterverkehr

Im gewerblichen GĂŒterverkehr mĂŒssen bei LKW ĂŒber 3,5 Tonnen zulĂ€ssigem Gesamtgewicht, die Vorschriften zu den Lenk- und Ruhezeiten innerhalb der EU eingehalten werden. Geregelt sind diese u.a. im Fahrpersonalgesetz (FPersG), der Fahrpersonalverordnung (FPersV) und im EU-Recht (EU-Richtlinie 2002/15/EG, EU-Verordnung 561/2006).

Demnach dĂŒrfen LKW-Fahrer in der Woche maximal 56 Stunden fahren (innerhalb einer Doppelwoche max. 90 Stunden), verteilt auf tĂ€glich grundsĂ€tzlich 9 Stunden, wobei zweimal pro Woche 10 Stunden erlaubt sind. Hierbei dĂŒrfen max. 4,5 Stunden ohne Unterbrechung gefahren werden. Die tĂ€glich notwendige Fahrtunterbrechung kann in einer Pause von mind. 45 Minuten oder in zwei Pausenblöcken zu einmal 30 Minuten und einmal 15 Minuten erfolgen.

Sonn- und Feiertagsfahrverbot, §30 StVO

Hiernach dĂŒrfen an Sonntagen und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr zur geschĂ€ftsmĂ€ĂŸigen oder entgeltlichen Beförderung von GĂŒtern einschließlich damit verbundener Leerfahrten, Lastkraftwagen mit einem zulĂ€ssigen Gesamtgewicht ĂŒber 7,5 Tonnen, sowie AnhĂ€nger hinter Lastkraftwagen, auf deutschen Straßen nicht fahren.
Hiervon nicht betroffen sind natĂŒrlich ihre privaten Fahrten, die Sie auch an Sonn- und Feiertagen ĂŒber 7,5 Tonnen hinaus durchfĂŒhren dĂŒrfen.

LKW-Maut

Mautpflichtig sind nach § 1 Bundesfernstraßenmautgesetz alle in- und auslĂ€ndischen Kraftfahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einem zulĂ€ssigen Gesamtgewicht von mindestens 7,5 Tonnen, die fĂŒr den GĂŒterkraftverkehr bestimmt sind oder dafĂŒr verwendet werden. Mit unserer Fahrzeugklasse L5 wird demnach keine Maut fĂ€llig.

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